Author Topic: Videoshooting Wait - kind of make of  (Read 1761 times)

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Offline kemkos

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Videoshooting Wait - kind of make of
« on: January 28, 2009, 07:51:38 PM »
Wer sich berufen fühlt eine englische Übersetzung anzufertigen - dann herzlichst gern.

Zuerst war ich auch irritiert. Noch ein Video zu Wait? Wir haben doch schon zwei davon anschauen
dürfen. Einmal unterwegs mit dem Red Bull-Tourbus im Feld geschossen. Und ein grandioses Live-
Video vor 700.000 Menschen am Brandenburger Tor. Aber mit Blick auf die kommende Platte und
mit Wait als Single macht ein "richtiges" Video schon Sinn. Manchmal vergesse ich fast, dass es da
draussen noch Hunderttausende Menschen gibt, die noch nicht süchtig nach Samavayo sind.



Vor dem Dreh musste der gesamte Organisationskram gemacht werden. Denn nur gut organisiert
sollte ein richtiger Videodreh angegangen werden. So wurden Requisiten recherchiert und dann
besorgt. Und da niemand aus der Band bei Onkel Dagobert den Geldspeicher plündern konnte,
lautete ein Motto auch: Alles soll so günstig wie möglich sein - aber trotzdem unglaublich gut
aussehen. Holzbalken, ein Benzinkanister, 4 Paar Schuhe, eine Zielflagge, ein Baumstamm, Farbe
und noch vieles mehr mussten organisiert werden. Daneben wurden Lebensmittel und Getränke für
das selbst aufgestellte Catering besorgt. Äußerst respektabel, dass bei 15 beteiligten Personen
insgesamt kein Chaos aufkam.
Am Montag, den 12.01.09 begann der Tag für die Helfer bereits um 5 Uhr 30. Nachdem die erste
Ladung im Auto verstaut wurde, machten wir uns auf den Weg zum Studio. Dort angekommen war
der Technik-Wagen mit dem Kamera-Equipment und den Scheinwerfern schon da. Zuerst standen
Björn und ich im Studio und uns klappte die Kinnlade runter. Was für eine Riesenhalle. Ich hatte
mit einem kleinen, feinen Studio gerechnet. Dazu gab es eine kleine Kantine mit Küche im
Erdgeschoss und Aufenthaltsräume im Obergeschoss. Direkt vor der Tür lag winterlich friedlich die
Havel. Nun wissen wir auch, warum sie Havelstudios heißen. In dem anderen Atelier auf dem
Gelände waren bereits Herrschaften vom Kinderkanal eifrig am drehen.
Dann ging es an den Aufbau. Im Studio musste alles vorbereitet werden. Was das bedeutet war mir
nicht klar. Mittels unzähliger Ketten-Flaschenzüge wurde das Molton in Position gebracht. Molton?
Einige von Euch haben gerade 3 Fragezeichen über dem Kopf? War bei mir nichts anderes. Molton
ist so ein Baumwoll-Stoff, meist schwarz, der Licht und Schall absorbieren soll. Dieser musste nicht
nur an den Wänden sondern auch auf dem Boden faltenfrei und sauber positioniert werden. Dazu
mit Flaschenzügen die großen Scheinwerfer an einer Traverse befestigt werden. Dann eingerichtet.
Auch weitere Scheinwerfer wurden vorbereitet. Die Kamera. Die gesamte Einrichtung der Technik
dauerte ungefähr 10 Stunden, bis endlich losgelegt werden konnte. Parallel zum Treiben im Studio
wurde das Catering aufgebaut. Für die Leute vor Ort gab es stets liebevoll geschmierte und belegte
Brötchen und Baguettes. Suppe. Literweise Kaffee (man konnte nicht ahnen wie wertvoll dieser
werden würde). Dazu Tee, Äpfel, Bananen, Kekse, Wasser, Flügel verleihende Energy-Drinks und
Gummibärchen. Verhungern und Verdursten musste niemand.



Was auch unbedingt notwendig war, denn zu tun gab es immer etwas. Während ich dann ganze 7
Stunden mit einem Cutter-Messer und Styropor bewaffnet eine eigene Welt schuf, ging im Studio
das Treiben weiter. Die Jungs waren bereits eingetroffen und wurden eingekleidet und geschminkt.
Claudia und Nina halfen ihnen in die selbst entworfenen Rennanzüge. Und Vanessa puderte ihnen
die Näschen. Rennanzüge? An dieser Stelle muss auf den heimlichen Star verwiesen werden. Für
das Video wurde ein 1964er Porsche 911 besorgt und in einen Rennwagen verwandelt. Viele Retro-
Aufkleber im Stile vergangener Motorsportzeiten verliehen dem Gefährt die richtige Aura. Die
Aufkleber sollte sich jeder mal ganz genau anschauen.



Da ich am Abend des ersten Tages a) nicht oft im Studio war und b) nach 19 Stunden auf den
Beinen ein bisschen kirre war kann ich nur aus zweiter Hand berichten. Es wurden Fotos gemacht.
Behrang war lang - sehr lang - damit beschäftigt in voller Montur im Auto zu sitzen. Nach Stunden
im Rennanzug, mit Handschuhen, Helm und Make-Up in einem Sportwagen könnte durchaus
schlechte Laune aufkommen.




Aber weder Behrang noch die lange wartenden Stephan, Marco und Andreas oder die Helfer
zickten ob der Situation rum. Da wurde zum x-ten Mal der Wagen, dessen Felgen oder der Boden
gereinigt.



Oder diese Einstellung wiederholt. Die Perspektive verändert. Gegen 3 Uhr wurde der Drehtag
beendet. Einige fuhren nach Hause. Die Band und 3 Helfer schmissen sich auf die Sofas in den
Aufenthaltsräumen. Jacken oder Molton dienten als Decken. Rock´n´Roll eben. Dank meiner
Vergangenheit als Leistungsturner und meiner schmalen Hüfte fand ich auf meiner 1,50m langen
und gefühlten 20cm breiten Couch Halt. 4 Stunden Schlaf wäre das Optimum gewesen. Aber die
Ohren glühten und nach 22 Stunden Action rasten im Kopf die Gedanken. Letztlich fand ich mehr
oder weniger 2 Stunden Schlaf. Gegen 7.45 Uhr wurde der Motor wieder angelassen und es begann
dann der zweite Tag.



Der zweite Tag begann mit Kaffee und einem Käsebaguette. Und danach stiegen alle, also die
Band, der Regisseur, der Kameramann, die drei Kamera- und Lichtassistenten, der Setfotograf, die
beiden Klamottenverantwortlichen, die Visagistin und die drei Helferlein voll ein. Requisiten
wurden angesprüht, angemalt, gebaut, vernagelt und verschraubt, aufgeklebt und vorbereitet. Und
es ging gut voran. Die unterschiedlichen Bilder wurden aufgenommen. Ein Boxenstopp. Stephan,
Andreas und Marco kurz vor dem Start des Rennens. Die große Rettungsaktion nachdem Behrang
im Renner in Lebensgefahr gerät.



Marco an der Monster-Motorsäge. Und Stephan wie er gottgleich die Erde mit Fuel übergießt.
Mehr soll nicht verraten werden. Soll ja trotzdem eine Überraschung sein. Gerade ist das gesamte
Material im Schnitt.
Mein Fazit lautet: Der Video-Dreh war unglaublich anstrengend. Nach 22 und 18 Stunden Action
bei nur 2 Stunden Schlaf fiel ich kaputt, aber zufrieden, ins Bett. Wenn das Video nur ansatzweise
so gut wird wie die Passagen bereits auf dem Regie-Bildschirm aussahen, dann wird es der
Oberhammer. Tolle Ideen und tolle Bilder zu einem tollen Song. Seid auf das Ergebnis gespannt!


Offline hiphoppi

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Re: Videoshooting Wait - kind of make of
« Reply #1 on: January 29, 2009, 03:47:22 PM »
geiler beitrag

bei allem was du aufgezählt hast, kommt mir die frage ob das ganze wirklich im geldrahmen geblieben is wie du es am anfang erwähnt hast?
also da wurden bestimmten viele gefallen eingefordert oder? ;)

wer is denn regisseurIn ?  aus welchen anderen projekten könnte man sie/ihn denn kennen?

ansonsten kann ich es gar nicht erwarten dieses version zu sehen :D
Bsc/Msc Bioinformatics ftw!

Offline Jen

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Re: Videoshooting Wait - kind of make of
« Reply #2 on: January 31, 2009, 06:49:26 PM »
- English Translation -

At first, I was confused – another video for WAIT? We already have two of them, one on tour with the Red Bull Bus and an amazing live performance in front of 70,000 people at Brandenburger Tor.
But considering the release of the upcoming album, a professional video seemed just like the right thing to do. Sometimes I forget that there are still some hundreds of thousands of people out there who aren’t addicted to Samavayo yet.
Before the shooting, everything had to be organized, because that’s the only way a real shooting can work. As none of us had a chance to rob Uncle Dagobert’s money safe, the motto was: everything had to be as cheap as possible, but looking tremendously good! Wood trusses, fuel, 4 pairs of shoes, a checkered flag, a log, paint and much more had to be dug up somewhere, as well as food and drinks for our self-made catering.
Monday, 12.01.09, started at 5.30 am for the assistants. After having laden the first part of our equipment into the van, we drove to the studio. The second van with all the cameras and the headlamps was already awaiting us there. Björn and I stood in the studio hall and were completely flabbergasted: what a huge location! I had expected a small studio. There was a lunchroom with a kitchen in the ground floor as well as recreation rooms on the upper floor. Outside the door, the Havel peacefully flowed. Now we know why it’s called Havel Studios.
Then we engaged ourselves in the construction of our set. In the studio, everything had to be prepared. I didn’t know what that really meant! With the help of countless pulleys, we brought the Molton into position. Molton is the carpet-like cotton fabric, mostly black, that absorbs light and sound. It had to be positioned on the walls and floors without creases. Then we prepared the headlights and the cameras, which took us approximately 10 hours, before we could eventually start. Simultaneously, the catering was prepared. There were always lovingly made buns and baguettes, soup, coffee by the gallon (nobody could guess how precious it would become), tea, apples, bananas, cookies, water, energy drinks and gummy bears, so no one had to die of hunger or thirst. Which was essential, for there was always something to do. While I spent 7 hours creating a new world with knife and Styrofoam, the studio buzzed with action. The guys had arrived and were being clothed and made up. Claudia and Nina helped them into the self-tailored overalls while Vanessa powdered their noses. Overalls? Here I would like to point to the unofficial celebrity: the Porsche 911 from 1964 that had been organized and had been styled as a racing car. Many retro-stickers in the styles of old motor sport times gave the old vehicle a special aura. Everybody should have a real close look on those stickers.
For I was not in the studio very often that day, I can only give a secondhand account. Pictures were taken. Behrang spent much time – very much time – sitting in the car fully-dressed. After hours of wearing overalls, gloves, helmets and make-up in a sports car you could expect everyone to be moody, but neither Behrang nor Stephan, Marco and Andreas, who often had to wait, or the assistants were in the least bitchy, even when the car, the wheel rims or the floor were cleaned for the umpteenth time. Repeating takes, changing the perspective… around 3 am we finished the first day. Some people went home, whereas the band and 3 assistants threw themselves on the sofas in the recreation rooms with their jackets or molton for a blanket. That’s rock’n’roll! 4 hours of sleep would have been a blessing, but due to the last 22 hours of nonstop action my head buzzed with thoughts. Eventually, I had more or less 2 hours o sleep, until at 7.45 am the engine was started and the second day began.
We started with coffee and cheese baguettes. Then everyone, that is, the band, the director, cameramen, assistants, set photographer, make-up artists, and the helpers got it on. Props were designed, painted, nailed up and screwed together, pasted up and prepared. Everything was going pretty fine. The different takes were filmed: pit stop, Andreas, Stephan and Marco just before the start of the race. The big rescue mission as Behrang gets himself in mortal danger throughout the race. Marco and the monster chainsaw. Stephan, godlike, dowsing the ground in FUEL.

I don’t want to give away more – it’s going to be a surprise!
The whole material is being edited right now.

My conclusion: the shooting was incredibly exhausting. After 22 and 18 hours of action with only 2 hours of sleep I fell into my bed, jiggered but happy.
If the video is going to be as good as the takes looked on the director’s screen, it’s going to blow you away! Great ideas and great pictures for a great song. Be curious about the result!!

Offline kemkos

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Re: Videoshooting Wait - kind of make of
« Reply #3 on: January 31, 2009, 07:33:29 PM »
Crazy - ein Hoch auf die Jen - sie lebe hoch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Übrigens: it is a 1971er Porsche

Und der Regisseur war der gleiche wie bei Neovenator ;)


Offline Andreas V.

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Re: Videoshooting Wait - kind of make of
« Reply #4 on: January 31, 2009, 07:56:43 PM »
ihr seits krrooosssartik!!!! ;D

Offline blackrabbit

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Re: Videoshooting Wait - kind of make of
« Reply #5 on: February 03, 2009, 05:12:43 PM »
Thank you very much for translating it into English!
What a fabulous report it is !!