Ja, so heisst die neue Platte von SAMAVAYO. Sie erscheint endlich im Februar 2010 und kann bereits auf Amazon vorbestellt werden (
http://www.amazon.de/One-Million-Things-Samavayo/dp/B002WONNCO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1262209463&sr=8-1).
Über verworrene dunkle Kanäle durfte ich schon einmal reinhören und habe äußerst knapp und auf den Punkt eine Art Review verfasst.
Also fühlt Euch frei, die Kunde von der möglichen Vorbestellung via Amazon und vllt. auch die Rezension weiterzuposten. Ne Welle machen, wa?!
kurz Version:
Die Platte "One Million Things" ist anders. Ein abwechslungsreiches und interessantes Album,welches einmal gehört, Spuren in Eurem Gehör hinterlassen wird. Songs mit Hitqualitäten,elektronisch verfrickelte Stücke für den Tanzflur und gleichermaßen ruhigere Tracks. 13 Songs, von denen keiner sonderlich abfällt. Eine interessante Mischung von verschiedenen Musikstilen - eben das erste Fuel"-Album der Geschichte. Die Musik wird nicht neu erfunden, aber unterschiedlichste Elemente auf der Scheibe wurden ansprechend kombiniert. Meiner Meinung ist "One Million Things" gelungen und absolut empfehlenswert! SAMAVAYO sind sich ihrer Veränderung bewusst und kleiden ihren Sound in ein eigenes Genre. "Fuel" nennen sie ihren Sound. Es ist eineMischung aus Rock, Disco, Heavy Dub und Elektro.Der Opener "Go" setzt rhythmisch unmittelbar die Erwartungen um, die SAMAVAYO mit "Fuel"geschürt haben. Energie, treibende Riffs, eine catchy Hookline im Refrain für das Brett und sanftere Strophen des Sängers Behrang Alavi bedienen den Pop-Faktor. Mit "Wait" folgt an zweiter Stelle der Song, welcher bisher SAMAVAYO die größte mediale Aufmerksamkeit bescherte. Hitsingle-Qualitäten, die, ähnlich wie bei "Go", den Hörer abholen und ohne langes Drumherum zum mitsummen, -tanzen oder -singen animieren. Bereits der dritte Song "Cant break me" ist anders. Er ist elektronisch - komisch elektronisch auf den ersten Blick - aber ob man will oder nicht, auch dieser Rhythmus packt. Dazu die Stimmen verzerrt, spacige Effekte und ein eingängiger Refrain. Mit "Teheran Girl" verlässt der Hörer nun endgültig die Pfade (s)einer Erwartungshaltung. SAMAVAYO haben mit "Teheran Girl" ein Stück Musik geschaffen, welches auf den iranischen Wurzeln des Sängers Behrang Alavi fußt. SAMAVAYO sagen, sie seien keine politische Band - es gebe aber Dinge, die angesprochen werden können und, wenn die Möglichkeit besteht, angesprochen werden müssen. "Rollin" ist der Klassiker des Albums. Bereits nach wenigen Sekunden wird hier klar, wie der Hase läuft. "Get down with heroine / come clean with gasoline / we keep on rollin". "Rollin" geht ins Ohr und nach vorn. "Illusions", "Valentine" und"Control" bilden die "ruhigere" Mitte des Albums. "Monster" auf der 10 ist härter und dunkler als die vorherigen Songs und der Rhythmus im wörtlichen Sinn "monströs". "One Million Things" ist entspannt und eingängig. Und für einen Song über Sehnsucht erstaunlich untraurig. Nach 3:09 ist
er einfach vorüber. Kurzweilig, aber gut. Der vorletzte Song ist "Shallow Man". Noch einmal ein Stück pure Energie und eine extrem tanzbare Nummer. Insgesamt haben SAMAVAYO mit "One Million Things" ein großartiges und interessantes Album
abgeliefert. Sie sind Ihren Stilvorgaben für "Fuel" gerecht geworden, ohne dabei zu verstören oder zu viel zu wollen. Es gibt 13 Songs mit einer Gesamtspielzeit von knapp 50 Minuten. Bei keinem Song zuckt der Finger zum weiterskippen.
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lange Version:
Die Platte "One Million Things" ist anders. Ein abwechslungsreiches und interessantes Album, welches einmal gehört Spuren in Eurem Gehör hinterlassen wird. Songs mit Hitqualitäten, elektronisch verfrickelte Stücke für den Tanzflur und gleichermaßen ruhigere Tracks. 13 Songs, von denen keiner sonderlich abfällt. Eine interessante Mischung von verschiedenen Musikstilen - eben das erste "Fuel"-Album der Geschichte. Die Musik wird nicht neu erfunden, aber unterschiedlichste Elemente auf der Scheibe ansprechend kombiniert. Meiner Meinung nach ist "One Million Things" gelungen und absolut empfehlenswert!
Nun ist es endlich da - lange musste ich warten. Und wenn man bedenkt, dass das letzte und erste wirkliche Album der Herren SAMAVAYO bereits vor 5 Jahren veröffentlicht wurde, dann ist die Zeit echt gekommen. Zwischendurch erschienen 3 EPs, die verständlicherweise nicht an ein "richtiges" Album heran reichen. Wer sich auf dem Laufenden hält, der erkannte bereits, dass SAMAVAYO in den letzten Jahren die Pfade des Stoner-Rock, den sie mit ihrem Debüt "Death.March.Melodies" beschritten hatten, deutlich verlassen und zu neuen Ufern aufbrechen. 2008 gab es ein Doppel-Release der weißen und der schwarzen EP. Die "weiße" stand eher für eine poppigere Seite. Die "schwarze" EP repräsentierte entsprechend die härtere und vielleicht auch dunklere Seite der Band. SAMAVAYO sind sich ihrer Veränderung bewusst und kleiden ihren Sound in ein eigenes Genre. "Fuel" nennen sie ihren Sound. Es ist eine Mischung aus Rock, Disco, Heavy Dub und Elektro. Schon mutig. Das Musikgeschäft beklagt jährlich Verluste, Pop-Konstrukte aus Castingshows erfreuen sich steigender Beliebtheit und Bands müssen sich daran gewöhnen, dass wahrscheinlich in Zukunft nur Konzerte und Tourneen zum Erfolgführen. Neben der Etablierung des eigenen Sounds gewinnen SAMAVAYO die Coke Soundwave Tour 2008 und spielen 2009 auf den großen Festivals wie beim Rock am Ring oder auf dem Hurricane.
Und da ist es also, das erste "Fuel"-Album der Geschichte. "One MillionThings" heißt es und erscheint am 19. Februar 2010. 13 Songs und bereits beim ersten durchskippen wird deutlich, dass es nicht einfach ist, das Album mit wenigen Worten zu beschreiben. Bei anderen Bands kann rasch gesagt werden: "Ah, Konzeptalbum" oder "Klingt wie...". Selbst nach längerem Überlegen kann ich nicht sagen, wonach es klingt.
Der Opener "Go"setzt rhythmisch unmittelbar die Erwartungen um, die SAMAVAYO mit "Fuel" geschürt haben. Energie, treibende Riffs, eine catchy Hookline im Refrain für das Brett und sanftere Strophen des Sängers Behrang Alavi bedienen den Pop-Faktor. Zwischendurch schimmern in Form der Lead-Gitarre die Stoner-Wurzeln durch. Mit "Wait" folgt an zweiter Stelle der Song, welcher bisher SAMAVAYO die größte mediale Aufmerksamkeit bescherte. Hitsingle-Qualitäten, die, ähnlich wie bei "Go", den Hörer abholen und ohne langes Drumherum zum mitsummen, -tanzen oder -singen animieren. Die Rotation auf verschiedenen Radiosendern bewirkte, dass "Wait" einer der Höhepunkte auf Konzerten von SAMAVAYO ist. Mir gefallen hier besonders die zwei Gitarrensoli, die den Song noch einmal nach vorn drücken. Ein wirklich gelungener Einstieg ins Album.
Bereits der dritte Song "Can´t break me" ist anders. Er ist elektronisch -komisch elektronisch im ersten Moment - aber ob man will oder nicht, auch dieser Rhythmus packt. Dazu die Stimmen verzerrt, spacige Effekte und ein eingängiger Refrain. Es mag merkwürdig klingen, aber "Can´t break me" ist der ideale Song, um in den eigenen vier Wänden Ordnung zu schaffen. Laut aufgedreht und auf repeat erledigt sich das Lernen oder die Buchhaltung fast von selbst.
Mit "Teheran Girl" verlässt der Hörer nun endgültig die Pfade (s)einer Erwartungshaltung. SAMAVAYO haben mit "Teheran Girl" ein Stück Musik geschaffen, welches auf den iranischen Wurzeln des Sängers Behrang Alavi fußt. Ein Intro mit Zither und die einsetzende Bass-Drum bilden die Basis der "orientalischen" Rhythmik. Dazu singt Alavi "My Teheran Girl tell me / when will we be ever free / My Teheran Girl tell me / will they let you and me breathe". SAMAVAYO sagen, sie seien keine politische Band - es gebe aber Dinge, die angesprochen werden können und, wenn die Möglichkeit besteht, angesprochen werden müssen. Der Song entstand vor den Ereignissen in Iran im Jahr 2009 und beschreibt durchaus das Gefühl, welches Alavi in Bezug auf seine iranischen Wurzeln hat. Wer das Booklet aufschlägt, der wird entdecken, dass die Lyrics von "Teheran Girl" auf Farsi gedruckt wurden - auf grünem Grund. Zusammenfassend, musikalisch und wie man so schön sagt: mit einer Botschaft versehen, ein guter Song.
"Greatest Fan" auf der 5 ist, wie "Wait" und "Go", bereits auf der Snippet-EP vorveröffentlicht. Wieder ein energischer Song, der durch eine kraftvolle Hookline im Refrain besticht und insgesamt den für SAMAVAYO durchaus charakteristischen Wechsel von Kracher-Refrains und sanfteren Strophen widerspiegelt. Die Album-Version ist verfrickelter als es einige live gewohnt sein dürften. So wird der Song nicht schlechter, aber anders. Doch das ist ja das gute Recht einer Albumversion.
"Rollin´"ist der Klassiker des Albums. Er erschien als Hidden Track auf der "Death.March.Melodies" und ist bereits vor dem Re-Release in neuem Gewand seit vielleicht 8 Jahren der finale Höhepunkt auf jedem Konzert von SAMAVAYO. Die Stimmung kann eigentlich nicht mehr gesteigert werden und doch gelingt es den Herren mit "Rollin´" noch einen drauf zu setzen. Bereits nach wenigen Sekunden wird hier klar, wie der Hase läuft. "Get down with heroine / come clean with gasoline / we keep on rollin´". Womöglich nicht ganz ökologisch korrekt - aber es passt. Nicht nur zum Fuel; nicht nur zur sich etablierenden Marke SAMAVAYO; nicht nur zum ausgiebigen touren. Sondern auch für die Konzerte. Wer eines besucht hat, der weiß, was gemeint ist. Meist gibt es bereits nach den ersten Songs den sprichwörtlichen Funken, der von der Bühne ins Publikum und umgekehrt überspringt. "Rollin´"geht ins Ohr, geht nach vorn und der Hörgenuss steigert sich mit den beiden Gitarren-Soli noch, die genau dort sind, wo sie hingehören.
Auf der 7 folgt mit "Illusions" ein Song, der bereits auf der "weißen" EP zu finden war. Die Breakbeats sind immer wieder Garant, dass auf Konzerten auch die halbwegs tanzfähigen Männer neben dem Beat landen. Zusammen mit "Valentine" und "Control" bilden diese Songs irgendwie die ruhige Mitte, wobei "Valentine" und "Control" dabei noch lebendiger und poppiger erscheinen als "Illusions". Man kommt ein wenig runter. Und wenn sich SAMAVAYO das so gedacht haben, dann war es eine gute Idee - denn kaum zurückgelehnt, bekommt man schon wieder eine mitten auf die Zwölf.
Denn auf der 10 ist der Songtitel mehr als passend. "Monster" ist härter und dunkler als die vorherigen Songs und der Rhythmus im wörtlichen Sinn "monströs". Für meinen Geschmack zu brav gemischt - ein wenig glatt vielleicht. Doch für den Eigenbedarf super. Wer mehr "Monster" will, der muss nur zum Konzert gehen. Da gibt es aus den Boxentürmen das ganze Monster. Rough und mitten ins Gesicht.
Auf der 11 folgt mit "One Million Things" der namensgebende Track des Albums. Ja, wie kann der Sound beschrieben werden? Entspannt und eingängig. Und für einen Song über Sehnsucht erstaunlich untraurig. Nach 3:09 ist er einfach vorüber. Kurzweilig, aber gut.
Der vorletzte Song ist "Shallow Man". Noch einmal ein Stück pure Energie. Mit Klatschen im Hintergrund und einem Schlagzeug-Solo wird rhythmisch die Grundlage für Behrang Alavi gelegt, der vllt. aufgebracht, aber ohne Geschrei, darüber singt, wie jemand jemand anderem eine Ansage verpasst - "Don´t call me darling / don´t call me sweet / i´m not your baby / shallow man is my name". Extrem tanzbare Nummer.
Irgendwie erscheint es logisch, dass ein Song mit dem Titel "Red End" den Abschluss bildet. Wie "Monster" erschien auch "RedEnd" bereits auf dem Debüt "Death.March.Melodies" im Jahr 2005. Für "One Million Things" haben SAMAVAYO den Track neu eingekleidet und der präsentiert sich als kraftvoller Abschluss. "We are the Kings of the Road and everywhere we go is a party and we show you how to feel alright!" Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Insgesamt haben SAMAVAYO mit "One Million Things" ein großartiges und interessantes Album abgeliefert. Sie sind Ihren Stilvorgaben für "Fuel" gerecht geworden, ohne dabei zu verstören oder zu viel zu wollen. Es gibt 13 Songs mit einer Gesamtspielzeit von knapp 50 Minuten. Das Album ist für meinen Geschmack vom Klang ab und zu ein wenig brav - aber die Regler an der Anlage ein wenig verstellt, die Lautstärke erhöht und dann passt das. Nun, ich habe nicht allzu viel Ahnung vom musikalischem Handwerk. Andere nicken bestimmt interessiert, wenn sie hören, dass Markus Birkle, Live-Gitarrist der "Fantastischen Vier" und Sänger bei "Everything but Giants", auf dem Album unter anderem Mellotron, Resonator und Moog spielte und als Co-Produzent agierte.Ich kann nicht einmal mit den Instrumenten etwas anfangen und bekomme beim Gitarre üben Knoten in den Fingern. Ich höre Musik und fühle sie. Und es hört und fühlt sich gut an. Bei keinem Song zuckt der Finger zum weiterskippen. SAMAVAYO ist Sankskrit und bedeutet Einheit oder Zusammenkunft. Trotz der Unterschiedlichkeit der Songs entsteht kein Bruch, der den Hörer die Stirn runzeln lässt. Eine Einheit eben.
Auch wenn es wieder nicht ökologisch korrekt ist, aber seit kurzem habe ich den Führerschein. Und natürlich übe ich möglichst oft, um Fahrpraxis zu sammeln. Derzeit gibt es dazu nur eine Scheibe im Player. Nämlich diese! "One Million Things" ist das erste "Fuel"-Album. Und ich will mehr davon.Treibstoff! Probierts mal aus. Und wenn ich nicht bereits Fan wäre, dann müsste ich es mit diesem Album werden.